Mittwoch, 15. Mai 2013

Sommer. Sonne. Sozialismus

(Foto: Jusos in der SPD)

Daniel Frick, Marc Pähler und Martin Bott waren vom 9. bis 12. Mai gemeinsam mit den Jusos Sachsen und Sozialist*innen aus der ganzen Welt in Dortmund auf dem Workers Youth Festival. Ein unvergessliches Erlebnis.

Sommer. Sonne. Sozialismus...

...Na gut, zumindest Sonne war nicht durchgehend gewährleistet. Aber dafür war die Organisation des Workers Youth Festival in Dortmund top. Vier Tage lang trafen sich Jungsozialist*innen aus der ganzen Welt zu einem gemeinsamen Festival, um das hundertfünfzigjährige Bestehen der Arbeiter*innenjugend in Deutschland zu feiern. Mit dabei waren auch drei Jusos aus Chemnitz, die Teil einer der größten Delegationen vor Ort waren, der sächsischen Delegation.Das Programm vor Ort umfasste neben den offiziellen Feierlichkeiten Diskussionen und vielfältige Workshops auch Kulturacts, wie Sookee oder Feine Sahne Fischfilet.

Die Workshops fanden jeweils vor- und nachmittags in Blöcken statt und beschäftigten sich unter anderem mit Themen wie Demokratie und Mitbestimmung oder globale Probleme und Frieden. Sehr schön war auch der Markt der Möglichkeiten, bei dem sich viele internationale Delegationen vorstellten und Einblicke in ihre Organisationen gaben. Pausen, die im Programm entstanden, wurden von vielen mit enthusiastischem Singen der Internationalen oder anderer Arbeiterlieder gefüllt, so dass wir vier Tage lang internationale Solidarität zelebrieren konnten.

Höhepunkt war die gemeinsame Demo am Samstag vom Fredenbaumpark zum Friedensplatz. Es war sicherlich ein erhebender Anblick wie sich 3000 junge Menschen unter dem Motto „Rise up! Wir für ein schönes Leben“, mit roten Fahnen durch die Straßen von Dortmund bewegten. Dennoch wirkte diese Demo auf einige von uns seltsam entpolitisiert, da alles sehr im Vagen blieb und außer dem Hochleben internationaler Solidarität kein Konsens nach außen getragen wurde. Das ist schade, da sich sicherlich konsensfähige Inhalte hätten finden lassen. Zudem war zum Beispiel auch eine große spanische Delegation vor Ort. Wir hatten also den direkten Kontakt zu einer Delegation, deren ganze Generation im Moment durch die verfehlte neoliberale Europapolitik unserer Bundesregierung in die Perspektivlosigkeit getrieben wird. Hier wäre Solidarität als Gegenentwurf zu Merkel sicher ein allgemeiner Wunsch gewesen.

Im weiteren Verlauf des Aktionstages zeigte die politische Linke, wieder einmal, ihr herausragendes Talent sich zu spalten, und reagierte sehr unterschiedlich auf die Band „die Orsons“, die aufgrund von strittigen Lieder teilweise heftigen Protest ernteten, für viele aber auch eines der Highlights des Festivals darstellten.

Auch die politische Prominenz der SPD ließ es sich nicht nehmen, mit uns zu feiern, und so erhielten wir Besuch von Sigmar Gabriel und Andrea Nahles. Zudem gab es auch die Möglichkeit parteifremde interessante Gäste, wie zum Beispiel Jutta Ditfurth zu erleben.Insgesamt bin ich mehr als glücklich, dass ich dieses Wochenende mit toller Musik, tolle Inhalten und tollen Menschen erleben durfte. United we make history – Solidarity now! Hoch die internationale Solidarität!


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