Mittwoch, 12. Juni 2013

Ralph Burghart vom eigenen Lager kritisiert

Am 11. Juni veranstaltete die Freie Presse ein Leserforum mit den sechs demokratischen Oberbürgermeisterkandidaten. Die Veranstaltung stand unter dem Titel "Chemnitzer Perspektiven". 

Im Verlauf des Abends ging es auch um die Arbeit der Verwaltung. Dass Ralph Burghart (CDU) diese, wie er sagt, optimieren kann, stellte Jens Weis (FDP) dabei in Frage. Zu der unverhofften Kritik aus dem eigenen Lager erklärt Tim Jungmittag, Vorsitzender der Jusos Chemnitz:

"Wer sich zu weit aus dem Fenster lehnt, kann schnell fallen. Schade, dass Herr Burghart aus den Podien nicht gelernt hat, lieber die ganze Wahrheit zu erzählen. Es ist nicht das erste mal, dass er damit auf den Mund fällt. Schon bei einem früheren Podium hatte ein Stadtrat Burgharts Ausführungen zur IAV mit scharfen Worten zurück gewiesen. 
Dass die neuerliche Kritik ausgerechnet von FDP-Kandidat Jens Weis kommt, beweist nur: das Maß ist voll. Noch nicht einmal das schwarz-gelbe Lager, dass bisher geschlossen gegen die Amtsinhaberin argumentierte, kann die Geschichten länger schweigend ertragen. Dabei hatte es im Vorfeld keine offenen Spannungen zwischen den Kandidaten gegeben. 

Herr Burghart hat keine Gelegenheit unterlassen, seine Erfahrung als großer Verwaltungschef zu betonen. Kaum jemand kann dabei wirklich einschätzen, wie er seine Arbeit macht. Burghart selbst versteckt sich bei kritischen Nachfragen regelmäßig hinter Datenschutzrichtlinien. Das ist doppelzüngig.
Jens Weis hat aus seiner Arbeit im Wirtschaftsministerium offenbar tiefere Einblicke. Burghart schaffe es nicht einmal eine ordentliche Personalplanung für die Agentur für Arbeit zu machen. Wie wolle er da die Stadtverwaltung optimieren? Einnahmen würden nicht ausreichend berücksichtigt, viele Mitarbeiter seien überlastet. Ein Armutszeugnis für den Herausforderer von der CDU und ein Beweis, dass es kein Vertrauen in eine gemeinsame Alternative 'Burghart' gibt."

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