Montag, 29. Juli 2013

Bericht vom peinlichen Naziauftritt am 27.07.2013

Am 27.07. hatte das neonazistische Bündnis "Raus in die Zukunft" zur Kundgebung in Chemnitz aufgerufen. Schnell konnten Gegenproteste verschiedener anti-faschistischer Kräfte organisiert werden. Frank, Juso und einer der Anwesenden berichtet:

"Am Freitag 26.07. begab es sich, dass die Nazis von „Raus in die Zukunft“ erneut eine Kundgebung in Chemnitz abhalten wollten. Nachdem sie bereits am 17. Juli den Marxkopf besetzt vorfanden und damit gescheitert waren den DDR-Volksaufstand von 1953 für sich zu stilisieren (Nelson Muntz berichtete), sollten nun Asylsuchende für rechte Propaganda herhalten.

Vom aberwitzigem Irrglauben besessen, man müsse der Chemnitzer Bevölkerung am frühen Freitagabend trotz besten Badewetters seine neurechten Parolen vor den Latz knallen, fanden sich gegen 18:00 Uhr 15-20 nationale Zukünftler auf dem Thomas-Mann-Platz vor der Sachsenalle ein. Glücklicherweise funktionieren die antirechten Strukturen in Chemnitz inzwischen so gut, dass trotz eines sehr kurzen Mobilisierungszeitraumes zum 2. Male innerhalb weniger Wochen über 100 Gegendemonstrierende zur Stelle waren, um dem schaurigen Treiben Einhalt zu gebieten. Dies geschah zum einem durch Blockade der bei den sommerlichen Temperaturen strategisch wichtigen Nachschublinie zur Eisdiele im Foyer des Einkaufzentrums und zum anderen durch eine etwa einstündige Dauerbeschallung des braunen Häufleins mit allerlei Krachinstrumenten.

Besonders hervorzuheben waren hierbei die humoristisch ansprechenden Verdi-Tröten, welche nicht nur das unangenehme hochfrequente Schrillen von Trillerpfeifen vermeiden, sondern auch bei der Elchjagd gute Dienste leisten könnten.

Letztlich fand die rechte Kundgebung nicht statt, da jene Gruppierung welche sich per Selbstermächtigung die Kompetenz zuspricht Chemnitz „raus in die Zukunft“ zu führen an der logistischen Mammutaufgabe scheiterte, ihren eigenen Versammlungsbescheid mitzubringen.
Wir Jusos danken unserer Anmelderin und all jenen, welchen das Wetter nicht zu heiß für Demokratie war."

Frank


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