Sonntag, 25. August 2013

Juso-Tourbus unterstützt die Chemnitzer Jusos


Am Dienstag war es soweit, der Juso-Bus kam nach Chemnitz, um uns beim Wahlkampf zu unterstützen. Unsere erste Station war an der Theaterstraße, ander der Container „Gesicht zeigen gegen Rechts“ wiederaufgestellt wurde. Grund dafür ist Waffen-Army-Shoes, ein Laden, in dem unter anderem die Marke Thor Steinar verkauft wird.
(Foto: Jusos in der SPD)

Entsprechend entgeisterte Gesichter konnten wir bei Inhaber, MitarbeiterInnen und KundInnen des Landes sehen, die den Juso-Bus direkt vor dem Eingang des Geschäfts stehen sahen. Als dann die vom Inhaber gerufene Polizei eintraf, musste der Bus leider weichen. Die geplante Aktion “Nazis wegkegeln” konnten wir nicht ganz wie geplant durchführen, da wir die Kegelbahn nicht mehr aufbauen konnten. In der improvisierten Variante mussten die Nazis dann nicht weggekegelt, sondern mit einem Fußball weggeschossen werden (siehe Foto).

Für die TeilnehmerInnen der Containeraufstellung und die PassantInnen machte diese kleine Planänderung allerdings keinen Unterschied, denn die Nazis fielen auch so oft genug um. Auch eine Kindergartengruppe nahm an der Aktion teil. Die Kinder übten sich fleißig darin die Nazis umzuhauen und bewiesen gute Qualitäten im Umgang mit ihnen. Den Unterschied zwischen diesem Spiel und der Realität wurde uns am Ende der Aktion vor Augen geführt, als drei Nazis unser Angebot sich ein paar Anti-Nazibuttons mitzunehmen nicht annehmen wollten und einer von ihnen gleich sehr aggressiv reagierte.

Nach der ersten erfolgreichen Aktion ging es weiter in den Konkordiapark, wo sich die Länge des Busses als problematisch herausstellte. Am geplanten Standort hatte der Bus zunächst keinen Platz. Nach nervenaufreibender Suche nach einem neuen Standort für den Bus entschlossen wir uns dann die dritte Station am Schloßteich abzusagen.

Für diese Station im Konkordiapark war ein Gendertorwandschießen geplant, das von einigen auch gut angenommen wurde. Insgesamt war der Konkordiapark aber leider nicht so gut frequentiert, wie an anderen Tagen. Aber wenn die Leute nicht zu uns kommen wollen, müssen wir eben zu den Leuten gehen. So gingen wir in die Offensive. In der nahegelegenen Ermafa-Passage sowie um den Schoßteich herum führten wir Gespräche über Ausbildung und Arbeitsbedingungen und verteilten unsere Give-aways, die sehr gut angenommen wurden.

Insgesamt hat nicht alles so geklappt wie wir es uns vorgestellt hatten, aber es war trotzdem ein schöner und erfolgreicher Tag, mit geärgerten Nazis und spannenden Gesprächen. An dieser Stelle sei noch einmal der Buscrew Charlene und Ralf gedankt, die echt gute Arbeit geleistet und uns bei den Unwägbarkeiten der Planung unterstützt haben.

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