Samstag, 19. Oktober 2013

RechtspopulistInnen nicht die Deutungshoheit überlassen

Die Jusos Chemnitz solidarisieren sich mit den Asylsuchenden in der Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz-Ebersdorf und fordern einen menschen-freundlichen Umgang mit Schutzsuchenden.
(Foto: Jusos Chemnitz)


Am vergangenen Samstag haben 150 Menschen für die Schließung der Erstaufnahmeeinrichtung in Chemnitz Ebersdorf demonstriert. Dazu erklärt die Vorsitzende der Jusos Chemnitz Sandra Göbel:

Die hohe Beteiligung an der Kundgebung von Pro Chemnitz und die teilweise überaus wohlwollende Bilanz in einigen Medien ist erschreckend. Martin Kohlmann und Co. nutzen die komplizierte Situation in Ebersdorf aus, um sich auf dem Rücken der Asylsuchenden zu profilieren. Menschen, die aus einer Vielzahl von Gründen ihre Heimat verlassen müssen, und in Deutschland Schutz suchen, sollten diesen auch bekommen. Wenn in diesem Zusammenhang Probleme in und um Einrichtungen entstehen, sollten diese Einrichtungen und die Situation von Asylsuchenden in Sachsen an sich hinterfragt werden. Keinesfalls dürfen Probleme aber für rassistische Hetze instrumentalisiert werden. Wir sprechen uns für ein humaneres Asylrecht mit dezentraler Unterbringung und der Überwindung von Sprachbarrieren aus, das im Gegensatz zur momentanen Situation keine Auseinandersetzungen provoziert. Eine Polemik, wie von Herrn Kohlmann und Pro Chemnitz lehnen wir entschieden ab."

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