Samstag, 30. November 2013

Warum SPD?

Lukas ist seit Oktober bei uns Jusos und seit Anfang November bei der SPD Mitglied. Hier erklärt er, weshalb er sich politisch engagiert und warum er sich ausgerechnet für die Sozialdemokratie entschieden hat:



"Hey, ich bin Lukas, 16 Jahre und seit dem 10.11.2013 Mitglied der SPD. Wenn meine Freunde davon hören, dann ist die Frage nach dem „Warum“ ausgerechnet ein Möchtegern-Hipster wie ich sich für die Politik und dann auch noch für die SPD interessiert nicht weit. Naja, dass ich mich für Politik begeistere ist in meinem Freundeskreis kein Geheimnis mehr, schon als Kind fand ich spannend, wer welche Entscheidungen in Deutschland treffen darf. Und das geht mir bis heute so. Oft schaffe ich es irgendwie, alle meine Freund_innen in politische Diskussionen zu verwickeln. Ich bin aber natürlich nicht Sozialdemokrat geworden, weil ich gerne meinen Senf zum aktuellen Nachrichten dazugebe, zumindest nicht nur..^^

Die SPD kommt deswegen für mich in Frage, weil sie sich dafür einsetzt, dass sich in Deutschland etwas ändert. Der Mindestlohn zum Beispiel: Ich kann einfach nicht tatenlos rumsitzen, wenn ich sehe, dass immer mehr Menschen, die teilweise 12 Stunden am Tag schuften davon weder sich noch ihre Familie ernähren können. Jeder Vollzeitjob ist mindestens 8,50€ pro Stunde wert. Hier geht es schließlich um die Frage, ob die Wirtschaft den Menschen dient oder die Menschen der Wirtschaft. 

Oder die Doppelte Staatsbürgerschaft: Warum muss jemand, der sich bewusst entschieden hat, in Deutschland zu leben quasi zur Bestrafung seine Identität aufgeben? Wir wollen diese Menschen in unserer Mitte, also sollten wir ihnen und ihrer Herkunft freundlich gegenüber stehen. 
Aber auch die Homo-Ehe ist ein Thema, dass mich aufregt: Immer noch werden Menschen auf ihre "Entscheidungen" diese oder jenen zu Lieben beschränkt und dafür diskriminiert, besonders von der CDU. Wir leben im 21. Jahrhundert, und in einem nicht von Religiösen Extremist_innen dominierten Land. Es wird Zeit, dass Deutschland Liebe und Liebe nicht mehr unterscheidet.

Das ist meine Meinung, das ist, wofür ich einstehe, woran ich gemessen werden will. Wenn Ihr nicht mit geschlossenen Augen durch eure Stadt gelaufen seit, sind euch sicher die ganzen Wahlplakate aufgefallen, und damit auch einen Hauptgründe, warum ich zur SPD gegangen bin: Der arrogante Wahlkampf der CDU. Frei nach dem Motto „Was wollt Ihr den? Uns geht`s doch gut?“ betrieben die Christ-Demokrat_innen einen inhaltslosen Wahlkampf dessen Hauptaufgabe es war die senilen Bürger_innen unter uns daran zu erinnern, wer „Unsere Kanzlerin“ war. Das alles hätte mich ja nicht so extrem gestört, wenn besagte Kanzlerin wenigstens der Bevölkerung verraten hätte, was sie den genau in den letzten 4 Jahren vollbracht hat, um ihre Wiederwahl zu rechtfertigen. Doch um was es auch ging, immer war die Antwort ausweichend oder sollte uns soviel sagen wie: „Ich hab zwar nichts gemacht, aber den Anderen geht es doch schlechter als 'uns'. Gern geschehen.“ Oder wie die CDU es nennt: „Gemeinsam Erfolgreich“. Ich will das Deutschland von Menschen regiert wird, die etwas ändern wollen. Wie ich. Deswegen bin ich in der SPD."

Lukas Petersohn

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