Freitag, 16. Mai 2014

Jusos Chemnitz kritisieren innerstädtisches Alkoholverbot

Die Chemnitzer Juso-Vorsitzende Sandra Göbel kritisiert das Verbot von Alkohol und Glaßflaschen im innerstädtischen Bereich:

 “Die eindeutige Frage ist hier, in was für einer Stadt wir leben wollen. Möchten wir eine Stadt, die sich durch eine Verbotspolitik auszeichnet, oder wollen wir einen lebendigen öffentlichen Raum? Wenn wir uns für die lebendige Innenstadt entscheiden, müssen wir auch bereit sein, vereinzelte negative Auswirkungen in Kauf zu nehmen. Eine Einschränkung des innerstädtischen Lebens ist für uns deshalb kein Ansatz.”

SPD-Stadtratskandidat Tim Jungmittag ergänzt:

Ich finde es peinlich, dass die Stadt in solcher Weise pauschalisiert. Das Verbot wird weder den Menschen gerecht, die Alkohol verantwortungsvoll konsumieren und niemanden damit stören, noch denjenigen, die offensichtlich Alkoholprobleme haben. Denn an Alkoholmissbrauch stößt sich offenbar niemand, solange wir ihn nicht dauernd vorgeführt bekommen. Diese kurzsichtige Aus-den-Augen-aus-dem-Sinn-Politik kann keine Option sein. Wir müssen tatsächlichen, oft sozial bedingten, Problemen mit präventiven Maßnahmen begegnen, statt mit Verboten das urbane Leben kaputt zu reglementieren.”

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