Freitag, 14. August 2015

Pressemitteilung: Kriminalitätsbekämpfung nur vorgeschoben

Das Thema Alkoholverbot in der Innenstadt bleibt aktuell. Wir haben den Artikel vom 1.8. aus der MoPo auch nochmals zum Anlass für eine Pressemitteilung genommen.
 
Die Jusos Chemnitz weisen die Darstellung der Polizei, der Chemnitzer Stadthallenpark sei ein Zentrum der Kriminalität entschieden zurück. Sandra Göbel, Vorsitzende der politischen Jugendorganisation:
 
“Die Polizei will gegen ‘herumlungernde Menschen’ vorgehen. Das ist absurd! Das Argument der Kriminalitätsbekämpfung ist doch vorgeschoben - in Wahrheit geht es um die Interessen der Händler, die befürchten, dass ein paar Menschen, die nicht in ihr feines Weltbild passen, Kunden verschrecken.
 
Das ist ein gesellschaftlicher Konflikt, in dem sich die einen von den anderen pikiert fühlen. Polizei und Politik dürfen sich nicht für eine der beiden Seiten instrumentalisieren lassen. Die Stadt gehört allen Menschen, egal welchen Lebensentwurf sie gewählt, oder ob sie Schwierigkeiten im Leben haben. In einer Demokratie müssen wir es ertragen können, diese Probleme und Gegenentwürfe vorgeführt zu bekommen. Und auch ein Mensch mit einer Bierflasche in der Hand hat Rechte”, fügt Göbel an.

Vielmehr noch warnen die Jusos Chemnitz seit einiger Zeit vor den Gefahren einer Verdängungspolitik. “Aus den Augen, aus dem Sinn kann keine Devise sein! Bieten Sie den Menschen, die Probleme haben, Hilfe an, anstatt sie nach Hause oder in den nächsten Park zu schicken, Herr Runkel! Dann wäre allen geholfen.”


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