Montag, 14. Dezember 2015

Die Akte Gabriel: Wiederwahl

Vom 10. bis 12. Dezember 2015 trafen sich Genossen und Genossinnen aus allen Bundesländern zum Bundesparteitag der SPD in Berlin. Ein mit Spannung erwarteter Tagesordnungspunkt war, trotz einer wirklichen Wahloption zwischen zwei Kandidat_Innen die Wahl zum Vorsitzenden der Partei. 

Gabriel erhoffte sich vom Parteitag Rückendeckung für die kommende Bundestagswahl und den Kampf ums Kanzleramt. Doch ein Teil der Delegierten, vor allem die aus dem linken Lager, sorgten für einen ordentlichen Dämpfer. Das Wahlergebnis von 74,3 Prozent ist das mit Abstand schlechteste Ergebnis von Gabriels bisher vier Wahlen. Seit 2009 steht er an der Spitze der Partei. Damals bekam er 94,2 Prozent der Stimmen. Seitdem haben sich die Resultate schrittweise verschlechtert. 

Der sich abzeichnende Trend ist ein Zeichen, das Gabriels Politikverständnis immer mehr auf Widerstand in der Parteibasis trifft. Scharfe Kritik kam von der Juso-Bundesvorsitzenden Johanna Uekermann, die Gabriel vorwarf, dass er keine glaubwürdige Politik betreibe. Nach eigener Aussage könne sie die Menschen verstehen die meinen die SPD tue nicht das, was sie verspreche. Eine haltlose Unterstellung, wie Gabriel befand. 

In drei Artikeln werden Max, Lukas und Tim den Schlagabtausch in den nächsten Tagen aus ihrer Sicht kommentieren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen