Freitag, 30. September 2016

Bombenanschlag in Dresden

Am späten Montagabend haben sich vor dem Internationalen Kongresszentrum und einer Moschee in Dresden zwei Sprengstoffanschlag ereignet, bei dem laut Aussage der Polizei sich – zum Glück – niemand verletzt hat. Auszugehen sei von einem fremdenfeindlichen Hintergrund bei der Tat, so die Polizei. Es bestehe auch ein Zusammenhang mit den Feierlichkeiten zum Tag der deutschen Einheit, die nächste Woche stattfinden.

Was geschah:
Kurz vor 22 Uhr bekam die Polizeidirektion Dresden die Information über eine Explosion vor der Fatih-Camii-Moschee im Westen der Stadt. Zu dem Zeitpunkt befanden sich der Iman und seine Familie im Gebäude. Sie blieben unverletzt, jedoch entstand Sachschaden.
Nicht mal 30 Minuten später erreichte Polizei eine zweite Nachricht über eine weitere Detonation zwischen Maritim Hotel und dem internationalen Kongresszentrum in der Innenstadt. Hier wurden durch Ermittler auch Überreste von selbstgebastelten Zündern sichergestellt.

Einen Tag später tauchte auf dem dem Internetportal linksunten.indymedia.org ein angebliches Bekennerschreiben auf. In dem sagt ein User mit Namen „Dresden Nazifrei“, dass diese Tat ein vorverlegtes Feuerwerk zum Tag der Deutschen Einheit sei und man protestiere damit auch gegen „Partypatriotismus“ oder auch gegen „Nützlichkeitsrassismus“. Die richtige Antifa Dresden erklärte schon am gleichen Abend via Twitter, dass dieses Schreiben nur ein Fake sei: "Lächerliches Faschopack versucht von sich abzulenken. Billig zusammengeschustert ist nicht so unser Stil und ungegendert erst recht nicht.". Innenminister Ulbig sagte im ZDF-Morgenmagazin, dass man dieses Schreiben erstmal auf Echtheit überprüfen lasse, um dann zu entscheiden, welche Bedeutung man dem Schreiben zumessen könne. Er betonte auch, dass während der laufenden Zeugenbefragung in alle Richtungen ermittelt werde.
Szeneinsider bezweifeln die Echtheit des Schreibens ebenso, da neben den vielen Rechtschreibfehlern die typische linke Sprache fehlt.
Auch die sächsische Linksfraktion meldete sich zu Wort und bezeichnete Ulbigs Vorgehen, rechte Fakes öffentlich zu wiederholen, als Skandal.

Als Fazit lässt sich für mich sagen, dass es momentan noch keine wirklichen Hinweise auf den Täter gibt und dass man zu viele Ressourcen darauf verschwendet zu klären, ob das „Geständnis“ echt ist oder nicht. Jeder der sich nur ein wenig mit der Materie auskennt weiß, dass keine linke Gruppe so etwas schreiben würde.


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