Montag, 17. Oktober 2016

Pink Stinks – Sexismus stinkt!

Pinkstinks ist eine junge Protestorganisation, die gegen Produkte, Werbe- und Medieninhalte agiert, die Kindern eine limitierende Geschlechterrolle zuweisen. Die „Pinkifizierung“ trifft Mädchen und Jungen gleichermaßen – wir wirken diesem Trend entgegen. Mit Theaterarbeit an Schulen, Vorträgen, Kampagnen gegen Germany’s next Topmodel und sexistischer Werbung sowie durch Gespräche mit der Politik.

So beschreibt sich die Organisation auf ihrer Internetplattform selbst und besser könnte ich das nicht. Ich weiß, dass sich viele nun denken werden, oh ne, wieder so ne Feminist_Innen-Aktion. Dem möchte ich gern widersprechen. Nein, es ist keine Feminist_Innen-Aktion – es richtet sich an alle Geschlechter. Und selbst wenn, zeigt dies wieder nur einmal, wie wichtig solche Aktionen sind, da in unseren Köpfen keine Gleichberechtigung stattfindet.
Um dagegen etwas zu tun, tritt pinkstinks ein. So ist ihr Hauptanliegen etwas gegen Gender-Marketing und Sexismus in der Werbung zu unternehmen. Denn diese vermitteln starre Geschlechterrollen. Diese starren Geschlechterrollen feuern die Wirtschaft an, und Leidtragende sind Jungen, die stark, und Mädchen, die sanft und schön sein müssen. Doch es ist nicht alle schwarz oder weiß, in diesem Fall babyrosa oder himmelblau. Der neuste Coup von pinkstinks ist eine Kampagne, die sich vor allem an Journalist_Innen, Politiker_Innen und Werbemenschen richtet, und damit an uns alle (Sprache ist Macht und so). Es geht darum den Unterschied zwischen Sexualisierung und Sexismus deutlich zu machen. (siehe Bild)


Viele Menschen verbinden Sexismus mit „Sex oder nackter Haut“. Eher das Gegenteil ist der Fall: Erinnert ihr euch noch an die Geschichten eurer Mütter, dass sie dafür kämpfen mussten, mit Minirock oder Jeans auf die Straße gehen zu dürfen? Eben. Es geht nicht darum, nackte Haut von den Straßen oder Fernsehern zu verbannen, sondern darum, klar zu machen, dass eine Frau noch so viel oder wenig tragen kann, wie sie möchte: sie verdient Respekt! Die Botschaft der Kampagne ist folglich: Eine Frau soll immer das tragen, was sie möchte und sich damit wohlfühlen. Mit ihrem halbnackten Körper jedoch Sessel, Hundefutter oder Würstchen zu verkaufen, ist erniedrigend. Auf der Webseite von pinkstinks heißt es weiter: Eigentlich ist es ganz einfach: Setzen wir doch einfach einen Mann in schicker Boxershorts auf den Sessel und schreiben den Preis der Boxershorts auf. Dann probieren wir den Sessel mit seinem schönen Körper zu verkaufen. Geht nicht? Wirkt irgendwie abwertend? Eben.
Ich werde mir auf jeden Fall die Sticker die besorgen, im Namen aller Jusos in Chemnitz natürlich. Denn auch bei uns tun sich einige schwer damit, dass Feminismus und Sexismus immer wieder Thema ist – mit dieser Kampagne wird sehr gut und deutlich veranschaulicht, warum es aber immer wieder und jederzeit Thema sein muss.


Umso mehr freuen wir Jusos uns, heute zu Gast bei der ASF zu sein, um über sexualisierte Gewalt zu diskutieren. 19.30 Uhr in der Dresdner Str. 38 – wenn ihr eh schon immer mal vorbeischauen wolltet, dann nehmt das heute doch als Anlass. Wir freuen uns!

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